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RACHEL O’HARA

Verantwortungsvolle Jobs auch mit Kind

Aufgewachsen ist die 38-Jährige in der Nähe von Seattle, Washington. Nach einem Studienjahr in Tübingen entschied sich die Germanistikstudentin, in Deutschland zu bleiben. Seit etwa zehn Jahren lebt sie nun in Hamburg mit ihrem Partner und der gemeinsamen Tochter. Ein kleiner Sonnenschein, versichert Rachel mit einem Lachen. Außer wenn sie, so wie diese Woche, partout ihre Sommerjacke nicht anziehen will.

Für Commerce Plus arbeitet die gelernte Kommunikationsdesignerin seit etwa viereinhalb Jahren. Angefangen hat sie im Bereich Qualitätssicherung. „Wenn ein Online Shop-System fertig erstellt ist, sind wir dafür zuständig, alles auf Herz und Nieren zu prüfen – Texte, Grafik, Funktionalität”, erklärt Rachel. „Wir begleiten den gesamten Arbeitsprozess bei Commerce Plus, lesen alles Korrektur und testen, ob es richtig funktioniert.” Schon kurze Zeit nach ihrer Einstellung 2009 wurde sie zur Teamleitung befördert. Arbeitszeit damals: 40 Wochenstunden.

Nach der Elternzeit: Leitungsposition in Teilzeit

Rachel erzählt von ihrer Elternzeit: „Ich habe mir ehrlich gesagt über so etwas wie Elternzeit nie Gedanken gemacht. Ich komme aus einer Familie, in der die Frauen immer gearbeitet haben. Meine Mutter, meine Oma – anders kenne ich es gar nicht. Dass es in Deutschland die Möglichkeit gibt, so lange zuhause zu bleiben – das weiß ich sehr zu schätzen”, sagt sie. In den USA habe man zwei Monate. Als Rachel nach einem Jahr Elternzeit zurückkehrte, wurde ihr schon nach kurzer Zeit ihr alter Job als Teamleitung angeboten. „Meine erste Reaktion war: Geht das überhaupt? Leitungsposition – in Teilzeit?” Es ging. „Ich hatte viel Respekt vor der Aufgabe. Aber mir wurde immer das Gefühl gegeben, dass man mir vertraut.” Sie begann mit 20 Stunden, seit kurzem hat sie auf 24 Stunden aufgestockt. „Mein Zeitmanagement hat sich sehr stark verändert, seit meine Tochter auf der Welt ist“, erzählt sie. „Früher habe ich die Flexi-Zeit bei Commerce Plus meistens ausgenutzt, heute habe ich durch die Kita und feste Bringzeiten einen viel geregelteren Ablauf im Alltag. Und ich muss sagen, das hilft mir”, lacht sie.

„Ich brauche diese Herausforderung”

In ihrer Rolle als Teamleitung konzentriert sie sich heute hauptsächlich auf Personalthemen, Planung und Mitarbeiterförderung. „Auch wenn es manchmal stressig ist, ich brauche diese Herausforderung und habe das Gefühl: das bringt mich weiter, hier kann ich wachsen”, berichtet Rachel. „Ich traue mir mehr zu und bin selbstbewusster geworden”, ist sie sich sicher. Die Rolle ihres Arbeitgebers hebt sie immer wieder positiv hervor: „Ich kann es mir ehrlich nicht besser vorstellen. Ich fühle mich hier verstanden, wir vertrauen uns gegenseitig – das ist unheimlich wichtig.” Müttern, die wieder arbeiten wollen, rät sie: „Traut Euch! Ich bin daran gewachsen und schaffe viel mehr, als ich mir hätte vorstellen können. Wir neigen dazu, viel zu selbstkritisch zu sein. Man muss sich auch den Freiraum geben, dazuzulernen. Wirklich: Traut Euch!”

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